2. Die Unbefleckte aufnehmen
«Maria, die Sündelose», in unser Leben einlassen, was heißt das heute für uns?
Wir stehen vor dem Leiden unserer Welt. Warum nicht vor den Augen aller die Folgen der Unbefleckten Empfängnis ausbreiten? Denn die Unbefleckte Empfängnis Marias ist eine Prophetie des Sieges des Guten über das Böse, der Gerechtigkeit über die Ungerechtigkeit, der Freude über die Trauer, des Lebens über den Tod. Warum nicht aus diesem Reichtum schöpfen, um unsere Sehnsucht, die tiefsten Wünsche des menschlichen Herzens zu stillen, die sich heute so deutlich zu Wort melden?
Maria hatte das Privileg, ganz frei zu sein, sie die im Voraus einzigartig und gänzlich im Hinblick auf die Verdienste ihres Sohnes von jeder Sünde frei war. In Maria offenbart sich auch der Wunsch, wirklich geliebt zu sein. Maria ist ganz glücklich, sie ist das erste Geschöpf, das die neue Geschichte kennt, die sich für die Welt auftun wird. Maria deckt uns in der göttlichen Berufung jeder menschlichen Person, der ganzen Menschheit, ja selbst der ganzen Schöpfung auch die Sehnsucht nach Sinn auf. In Maria leuchtet die Sehnsucht nach unendlicher Schönheit auf, denn sie strahlt die Herrlichkeit des Schöpfers wieder. In Maria erfüllt sich auch der Wunsch, sich einzusetzen, sie engagiert sich und erinnert und dadurch an unsere wahre Berufung.
Schauen wir auf Maria. Hier in der Kapelle hat sie sich hingesetzt, um Schwester Katharina zu empfangen. Bitten wir sie um die Gnade, uns die innere Schönheit mitzuteilen, den Glauben, die Liebe, den Mut und die Treue.
Gehen wir mit Maria zu Christus. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.