5. Wie beichten
1. Vorbereitung
Bevor ich mich beim Priester vorstelle, wähle ich mir ein Wort der Heiligen Schrift. Ich kann es von der Tagesmesse nehmen oder passend zur liturgischen Zeit (Advent, Vorösterliche Bußzeit, Pfingsten, Maria Himmelfahrt, Allerheiligen).
Ich denke über diesen Text nach:
Was sagt er mir über Gott?
Welche Aufrufe zu meiner Umkehr höre ich heraus?
Ich denke an das, was ich in den vergangenen Wochen oder seit meiner letzten Beichte gelebt habe:
Welche Ereignisse sind geprägt
von der Ablehnung zu lieben, einem Bruch mit Gott, einer schweren Sünde einem Bruder, einer Schwester gegenüber?
Ich erkenne, was ich beichten werde, worüber ich mit dem Priester sprechen möchte.
2. Priester und Beichtender begegnen einander
Ich stelle mich kurz vor:
Vorname, familiäre Situation, Beruf, Engagement in der Kirche, meine letzte Beichte.
Ich schließe: Segnen Sie mich, denn ich habe gesündigt.
Mit dem Priester mache ich das Kreuzzeichen.
3. Auf das Wort Gottes hören
Ich nenne dem Priester die Bibelstelle, mit der ich mich vorbereitet, was ich entdeckt habe und was mir geholfen hat auf dem Heimweg zu Gott.
Habe ich keine Bibelstelle gewählt, kann mir der Priester eine vorschlagen, und wenn genug Zeit ist, lese ich mit ihm diese Stelle (Es ist also gut, meine Heilige Schrift mitzubringen).
4. Die Liebe Gottes bekennen
Vor Gott, der mich liebt und mir die Vergebung anbietet,
vor der Gemeinschaft, die ich verletzt habe,
nenne ich die Sünden, die ich mit Hilfe des Wortes Gottes entdeckt habe.
Ich bitte um Verzeihung, zum Beispiel:
Vater, ich habe gegen dich gesündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen.
Erbarme dich des Sünders, der ich bin. (Lk 15, 18)
Oder auch das Reuegebet:
Gütiger Gott, ich habe gesündigt, aber ich will mir wieder Mühe geben, das Gute zu tun. Ich kenne meine Schwäche, aber ich vertraue auf deine Hilfe. Du sollst das Ziel sein, das ich immer vor Augen habe. Lass mich dich nicht vergessen, lass mich dich suchen und finden (Vgl. Gotteslob Nr. 59 ff).
Der Priester sagt mir einige Worte.
Er schlägt mit eine Haltung zur Umkehr und eine Buße vor.
Er lädt mich ein, mit ihm das Vater-unser zu sprechen…
5. Lossprechung
Der Priester hält seine Hand über mich und sagt:
Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke et dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden + im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Ich antworte: AMEN
Der Priester: Der Herr hat dir die Sünden vergeben. Geh hin in Frieden.
Ich antworte: Dank sei Gott, dem Herrn.